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Mercedes 600 zur Ennstal-Classic: Seinerzeit das technisch Machbare

Nicht gerade das ideale Auto für die Ennstal, aber der 600er setzte in jeder Hinsicht Maßstäbe.

Manfred Flis und Heimo Bogner werden die drei Wettbewerbstage der heurigen Ennstal-Classic im komfortablesten Auto des gesamten Startfeldes genießen können. Wo andere mit brettlharten Starrachsern unterwegs sind, werden sie mit Luftfederung und Klimaanlage reisen. Ihr Mercedes 600, Baujahr 1969, gehörte einst Rennstallbesitzer Walter Wolf.

Der Mercedes 600 wurde im September 1963 auf der IAA in Frankfurt vorgestellt. Der Produktionszeitraum erstreckte sich von 1964 bis 1981. Die viertürige Limousine mit Luftfederung, Automatikgetriebe, Servolenkung und –bremsen wurde der Inbegriff einer repräsentativen Staatskarosse. Zum Zeitpunkt des Stapellaufes war sie auf dem Stand des technisch Machbaren.

Der 600er setzte Maßstäbe in Punkto Hubraum, Komfort, Ausstattung und Gewicht. Bei der Entwicklung wurden nicht weniger als 15 Patente angemeldet. Der V8-Einspritzmotor besaß 6,3 Liter Hubraum (später 6,9 Liter), die Leistung betrug 250 PS. Der Radstand betrug 3200 mm, das Gewicht 2500 kg, für die lange Version wurde der Radstand auf 3900 mm gestreckt, das Gewicht erhöhte sich auf 3350 kg.

Der MB 600 war kein wirtschaftlicher Erfolg, auch wenn sich die Kundenliste wie das Who-is-who anhört: John Lennon, Aristoteles Onassis, Herbert von Karajan, Schah Mohammad Reza Pahlavi, Coco Chanel, Udo Jürgens, Ivan Rebroff, Rudolf Schock, Elvis Presley, Papst Paul VI, der eine Sonderanfertigung eines Landaulet mit erhöhtem Dach bekam und eben Walter Wolf.

 

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