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Aus der Nennliste: Veritas BMW RS aus dem Jahre 1948

Der Stromlinien-Silberpfeil wurde ein Kult-Auto.

Walter Degelsegger, der in einem oberösterreichischen Vierkant-Bauernhof eine erlesene Oldtimer-Sammlung besitzt, zündet bei der Ennstal seinen Veritas RS.
Heute ist Veritas ein Zauberwort, die Autos der Marke genießen längst Kultstatus. Sie entstanden ab März 1948 in einer Baracken-Werkstatt in Meßkirch, einer Kleinstadt
in Baden-Württemberg, dort wo in tiefster Not, aber mit ungeheurem Enthusiasmus und genialer Improvisation aus alten BMW-Rahmen und 328er-Motorteilen aufregende Renn-Zweisitzer handgeschnitzt wurden. Veritas fertigte später auch straßentaugliche Sportwagen, doch trotz eines fulminanten Aufstiegs musste die Firma bereits 1950 Konkurs anmelden.
Bei Walter Degelsegger Veritas handelt es sich um das Experimentier-Fahrzeug des Firmengründers Ernst Loof, insgesamt sollen vom RS nur 22 Exemplare gebaut worden sein. In Österreich dominierte bei den Nachkriegsrennen auf der Straße und auf der Sandbahn Kurt Koresch, unter all seinen Konkurrenten wirkte sein Veritas wie das Auto vom anderen Stern.
Als Beifahrer sitzt Johann Watzinger neben Walter Degelsegger in dem bügelbrettflachen Silberpfeil, der von einem 2-Liter BMW-Sechszylinder angetrieben wird, der jenseits von 125 PS leistet. Mit seiner eindrucksvollen Stromlinien-Karosse zählte der Veritas RS im Nachkriegs-Rennsport zu den markantesten und erfolgreichsten Rennsportwagen. Heute ist er so selten und wertvoll wie die Blaue Mauritius...

Veritas BMW RS aus dem Jahre 1948 (© Ennstal-Classic)