
Die Expedition ins Ungewisse...
Die Formel 1 Saison startet an diesem Wochenende in Melbourne.
Alle Experten haben ihre Wortspenden abgegeben.
Von Berger bis Wendlinger. Das große Kaffeesud-Lesen ist angesagt. Allgemeiner Tenor: die Reifen werden entscheidend sein. Und was den Konstrukteuren mit den Auspuffgasen alles einfallen wird. Von Striezel Stuck abgesehen, der auf Ferrari und Alonso tippt, ist Vettel und Red Bull bei allen Experten die Nummer eins auf einen weiteren Titel. Weil es keine gravierenden Reglement-Änderungen gab, und Red Bull auf das Weltmeister-Auto von 2012 aufbauen kann. Aber Red Bull - das wird übersehen – hatte nicht überall das schnellste Auto.
In Europa wurde bei Temperaturen oft nur wenig über den Gefrierpunkt getestet, in Melbourne herrscht eine Hitzwelle, an die 40 Grad werden erwartet. Warum die Wintertest nicht in wärmeren Regionen stattfinden ist nicht nachvollziehbar.
Mercedes scheint im Jahr nach Schumacher wieder auf die Überholspur einzubiegen. In der europäischen Kälte waren sie jedenfalls schnell, ob das auch in der australischen Hitzewelle stattfindet, weis niemand.
Mercedes jedenfalls hat zwei neue Gesichter bekommen, die für Symphatie und Aufbruch stehen: Niki Lauda und Toto Wolf.
In der Formel 1 ist es wie im Fußball: Trainer die keine Erfolge bringen müssen gehen. Daher ist ein ständiges Kommen und Gehen in den Teams angesagt. Red Bull hingegen hält das Erfolgsteam zusammen.
Was niemand angesprochen hat: Pirelli könnte sicher Reifen produzieren, die weniger schnell abbauen.
Am Genfer Autosalon traf ich Niki Lauda, der verriet: «Ich hab gerade dem Montezemolo gesagt, er soll sich bei Pirelli für g`scheite Reifen einsetzen. Da blickt ja niemand durch»
Aber «g`scheite» Reifen sind nicht erwünscht. Bernie himself wünscht sich das große Gummi-Casino, damit die Show spannend bleibt...