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Huemer/Watzinger feiern ersten Ennstal-Sieg

Reinhard Huemer und Johann Watzinger gelang in ihrer zehnten Ennstal-Classic der Sieg – rund 10.000 Fans strömten heuer nach Gröbming, die Veranstalter zeigen sich rundum zufrieden.

Michael Noir Trawniczek, Foto: Martin Huber

„Wir sind vor ein paar Jahren schon einmal Zweite geworden, bei meiner zehnten Ennstal-Classic wollte ich den Sieg“, erzählt ein freudig erregter Reinhard Huemer, denn dieser Jubiläumssieg ist ihm und seinem Navigator Johann Watzinger tatsächlich gelungen. Mit ihrem Ferrari Dino 246 GT aus dem Jahr 1972 gelang den beiden die geringste Gesamtabweichung von 1433 Punkten. Huemer jubelte: „Wir haben uns keinen groben Fehler erlaubt, es waren heuer sehr anspruchsvolle Sonderprüfungen zu bewältigen.“

Helmut Schramke und Peter Umfahrer (Jaguar XK 150 DHC, Baujahr 1960, 1560 Punkte) mussten sich am Ende mit Platz zwei zufrieden geben. Schramke erklärte: „Leider war unsere Leistung auf dem Red Bull Ring nicht optimal – sonst hätten wir den Siegern das Leben schwerer machen können.“ Aber auch als Zweite konnten Schramke/Umfahrer den Oldtimer-Event in vollen Zügen genießen: „Es war eine sehr gelungene Veranstaltung, diese Straßen hier sind einfach wunderbar.“

Peter Ulm und Jan Soucek (Porsche 911 ST, Bj. 1969) wurden im Vorjahr Zweite, hatten für heuer Großes vor. Ulm erklärte: „Eigentlich wollten wir diesmal den Sieg holen, doch es waren insgesamt sehr aufregende Tage und wir hatten einmal großes Pech, als ein LKW vor uns fuhr. Aber so ist der Classic-Sport, vielleicht haben wir ja im nächsten Jahr wieder mehr Glück.“

Das kann auch Classic-Haudegen Werner Fessl gut brauchen, denn er konnte sich nicht mehr in die Top 3 vorarbeiten und musste sich mit dem „undankbaren“ vierten Platz begnügen. Aber auch Rallye-Professor Rauno Aaltonen gelang der vorgesehene Vorstoß nicht, er rutschte sogar von Rang sechs auf Platz neun ab. Doch der Finne nahm es mit gewohnter Gelassenheit: „Der Helmut Zwickl hat gute Laune, und das ist schön.“

Der Hintergrund: Geschätzte 10.000 Besucher kamen 2014 zur Ennstal-Classic – beim großen Finale im Rahmen des “Grand Prix von Gröbming“ zeigte schließlich auch der „Wettergott“ Sympathie mit den Oldtimerfans, der Regen stoppte und die Sonne kam zum Vorschein. Co-Veranstalter Michael Glöckner erklärte: „Dass die Fans sogar bei Regen an die Strecke kamen zeigt uns nur, dass es sich um echte Motorsport-Fans handelt.“

Auch Helmut Zwickl zeigte sich höchst erfreut: “Wir haben mit 35 Autos begonnen – die Ennstal-Classic scheint den Menschen ans Herz gewachsen zu sein. Die Veranstaltung hat sich hier eingebürgert und hat bereits einen Bekanntheitsgrad wie die Österreich-Rundfahrt.“

Auch heuer, zum ersten Mal mit dem langjährigen Partner Porsche als Hauptsponsor an Bord, kamen wieder zahlreiche Stars nach Gröbming. Allen voran natürlich Sir Stirling Moss, von dem Zwickl sagte: „Mit ihm hat sich eine tiefe Freundschaft entwickelt – so lange wir die Ennstal-Classic veranstalten, sind Stirling und seine Gattin Lady Susie bei uns herzlich willkommen.“

Neben Moss kamen 2014 auch Größen wie „Rallye-Gott“ Walter Röhrl, Jacky Ickx, Hans-Joachim Stuck, der legendäre Ferrari-Chefkonstrukteur Mauro Forghieri, der schottische Lord Irvine Laidlaw oder auch Landeshauptmannstellvertreter Hermann Schützenhöfer zur Ennstal-Classic, um nur einige zu nennen.

Wie sagte Helmut Zwickl auf der Sieger-Rampe der Ennstal-Classic 2014: „Die Fans und die Stars sind für uns der Lohn für ein Jahr Arbeit an der Ennstal-Classic.“

Reinhard Huemer & Johann Watzinger: Siegerehrung 2014 (© Martin Huber)