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Sir Stirling Moss ist 85!

Am 17. September feiert Sir Stirling seinen 85. Geburtstag. Er gilt immer noch als der begehrteste Botschafter des Autorennsports.

Sir Stirling Moss und seine Gattin Lady Susie waren von Beginn an die Galionsfiguren der Ennstal-Classic, und im Laufe der Jahre hat sich eine tiefe Freundschaft entwickelt. Im Zuge ihrer weltweiten Auftritte haben sie die Ennstal stets mit im Gepäck.  In der FINANCIAL TIMES hatte Sir Stirling unter dem Titel „My favourite drive“ einen Artikel über seinen Ennstal-Auftritt im Jahre 2000 verfasst, als er einen Jaguar C-Typ gefahren ist: „Der Jag lief wunderbar, driftete mit ausbrechendem Heck durch hunderte von Haarnadelkurven, angefeuert vom lokalen Publikum mit Kuhglocken.“
Und weiter schrieb Stirling, wobei man mit jedem Wort das Feuer spürt, das damals in ihm brannte: „Wir fuhren zwölf Stunden in einem Stück jeden Gebirgspass rauf und runter und hielten nur für Kaffee und Schnitzel.“ Die beiden waren so begeistert, dass Stirling nachher den Besitzer des Jaguars anrief und das Auto kaufte.
Er ist Jahrgang 1929 und er fuhr alles: von Cooper-JAP über HMW, Jaguar, Austin Healey, ERA, Cooper-Alta, Connaught,  Ferguson, MG, Maserati, Mercedes, Porsche, Cooper-Climax bis Vanwall, Aston Martin und Lotus.
Er war der Einzige, der Fangio fordern und im Sportwagen besiegen konnte. Er war ein Phänomen in punkto Car Control und Bremstechnik, seine Härte war poliert, er fuhr immer auf Sieg.
Er wurde 1955, 56, 57 und 1958 Vizeweltmeister, aber nie Weltmeister. Aus  68 Formel 1 Starts holte er 16 Siege und 16 Polepositions.
Zwischen 1948 und 1962 fuhr er 466 Rennen, 194 Mal gewann er. Stirling war der erste richtige Profi mit Manager und Privatflugzeug.
Er hatte etliche schwere Unfälle in seiner Renn-Karriere, fast alle entstanden durch Materialdefekte: brechende Radaufhängungen, Räder, die sich vom Chassis abmeldeten, blockierende Bremsen, versagende Lenkungen, hängende Gaspedale.
1962 hatte er in Goodwood jenen schauerlichen Unfall, der seine sagenhafte Karriere beendete. Ein Jahr danach, wollte er in Goodwood in einem Rennsportwagen sehen, ob er noch der Alte war. Nach der Testfahrt wurde ihm klar: Nein, ich beende meine Karriere. Heute sagt er: «Dieser Test kam zu früh, ich hätte noch warten sollen...»
Selbst jener Unfall in seinem Londoner Haus, ging letztlich auf ein technisches Gebrechen zurück. Stirling wollte in seinen Aufzug steigen – die Tür im dritten Stock war offen – jedoch er stieg ins Leere, denn der Aufzug steckte im vierten Stock. Stirling stürzte im Schacht bis in den Parterre hinab.
Seine Gattin Susie sagte damals: «Aber Stirling ist zäh wie altes Leder...»
Und so nimmt er weiter seinen unglaublichen Terminkalender wahr, mit Auftritten auf der ganzen Welt.
Happy Birthday lieber Stirling !

Stirling & Susie