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Aus der Nennliste: BMW 507 – einer von 254!

Andreas und Josef Renner bringen einen Roadster an den Start der zeitlose Schönheit darstellt.

"Schon im Stehen muss ein Auto Bewegung ausstrahlen": das war die Philosophie mit der Albrecht Graf Goertz den 507 gestylt hat.
In Deutschland geboren, kam er nach dem Krieg in den USA mit dem Design-Papst Raymond Loewy in Berührung, der ihn in seine Design-Schule aufnahm. Nach zweieinhalb Jahren wurde er von Loewy gefeuert. Offenbar war er zu gut. Danach gründete er in New York sein eigenes Design-Büro.
Max Hoffman, gebürtiger Österreicher, US-Repräsentant von Jaguar, Volkswagen, Alfa, Fiat, Jaguar, Porsche und Mercedes war jener Mann, der Mercedes zur Produktion des Flügeltüren-300SL animiert, und Porsche zum Bau des Speedster und einer Kleinserie vom 550 Spyder überredet hatte. Er war der große Zampano im gelobten Land, ein geschäftstüchtiger Visionär, der  auch von BMW einen Sportwagen  forderte. Verschiedene Entwürfe von BMW kanzelte Hoffman jedoch «als nicht in den USA zu verkaufen» ab. Worauf er Graf Goertz ins Spiel brachte. Zwischen dessen ersten Entwurf im Oktober 1954 bis zur Absegnung der endgültigen 507-Form im März 1955, vergingen nur 20 Wochen.  
Goertz ließ sich in München nichts dreinreden. Und setzte sich mit dem 507er ein Denkmal.
Insgesamt sind vom BMW 507 nur 254 Exemplare aktenkundig, die sich wie folgt rekrutieren: 1 Prototyp 528, 3 Vorserienfahrzeuge, 2 Fahrgestelle für Sonderkarosserien, 34 Fahrzeuge Serie 1, 214 Fahrzeuge Serie 2. 64 Exemplare wurden in Deutschand ausgeliefert, 41 wurden in den USA abgesetzt. In den USA verlangte man mehr Innenraum, was mit der Serie 2 zwar schnell erfüllt wurde, doch im September 1958 wurde die Zusammenarbeit mit Max Hoffman gekündigt, das große Amerikageschäft war eine Illusion. Nach dem Dezember 1959 verließ kein einziger 507 mehr das Werk.
Der BMW 507 mit seinem 3.168 ccm V8 Zylinder Stoßstangenmotor, der mit 2 Doppelfallstromvergaser 150 PS bei 5000 U/min. leistete, wiegt fahrfertig 1330 kg, beim Spurt von 0 auf 100 bleibt die Stoppuhr auf 11 Sekunden stehen.
Der Renner-507 ist Baujahr 1958, er wurde nach Frankreich exportiert, in den 80er Jahren kam er nach Deutschland zurück, seit Ende 2004 ist er im Besitz der Renner-Familie in Langenlois.

507 renner