Offizielle Fotoseite der Ennstal-Classic:  (© Ennstal Classic)
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Einzigartiger Ferrari bei der Ennstal: Der sagenhafte Lebenslauf des 166MM

Im Sagenbuch von Ferrari ist dieses Auto ein lückenlos dokumentiertes Lesezeichen. 1952 wurde das Chassis 0272M, was völlig ungewöhnlich war, von Aurelio Lampredi im Ferrari Werk mit einer Karosse überzogen.

Bis zum 18.Februar 1953 war das Chassis komplettiert, am 21.März wurde der Wagen für umgerechnet 4.400 Dollar an Alberico Cacciari verkauft. Am 12. April startete der Wagen unter Piero Scotti bei der Giro Sicilia, sah aber keine Zielflagge. In der Mille Miglia eingesetzt fuhr Cacciari mit Bill Mason, dem Vater von Nick Mason, der im Auftrage von Shell einen Film über die Mille Miglia drehte. Man wurde auf Rang 56 von 475 Startern gewertet. 1953 fuhr Cacciari weitere zehn Rennen. 1954 wurde der Wagen für den Rennfahrerfilm "The Racers" mit Kirk Douglas in der Hauptrolle von De Graffenrief/Parravicini mit Startnummer 556 in der Mille Miglia mit einer modifizierten Karosse eingesetzt, denn laut Drehbuch hieß der Ferrari «Burano». Nach Ende der Dreharbeiten verkauften die MGM-20th Century Fox Studios in Hollywood den «Burano» an Tom Carsten aus Tacoma (Washington), der im Frühjahr 1955 den Wagen für 2.800 Dollar an Pete Lovely verkaufte, der damit mehrere Rennen fuhr und auch gewann und immer auf Achse zu den Rennschauplätzen fuhr. Jahrelang ging der Wagen durch die Hände unzähliger Besitzer, war bei verschiedenen Concours d` Elegance und Classic-Events zu bestaunen und 2008 wieder bei der Mille Miglia.
Was den Wagen so einzigartig macht, ist nicht nur sein Lebenslauf sondern die Tatsache, dass alle Original-Komponenten wie Motor, Getriebe, Lenkung und Hinterachse noch an Bord sind und alles von einer perfekten Dokumentation untermauert wird.
Beim Motor handelt es sich um einen V-12 Zylinder mit 1995 Kubik Hubraum und einer Leistung von rund 160 PS bei 7,200 U/min., was für einen Topspeed um 200 km/h reichte. Bei der Ennstal-Classic wird diese Ikone von dem Deutschen Team Steffen und Marcus Görig pilotiert.

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