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Alfa Romeo 8C: Ein Rembrandt in der Garage

Georg und Jutta Stummeyer aus Buxtehude (DE) bringen ein Vorkriegsauto zur Ennstal-Classic, das gewissermaßen der Rembrandt in der Garage ist. Einen Alfa Romeo 8C 2300 MM Spyder aus dem Jahre 1932.

Hintergrundwissen zum 8C: Vittorio Jano war 39 Jahre alt, als er 1930 den 8C 2300 schuf.  Janos Mathematik-Kenntnisse waren eher bescheiden, seine Ideen aber genial, er war wie ein Komponist, der keine Noten lesen konnte, aber immer neue Melodien vorsummte, die andere zu Papier, sprich aufs Reißbrett brachten.

Sein 8C 2300, von dem 207 Exemplare bis Ende 1934 gebaut wurden, erschien in zahlreichen Karosserie-und Leistungsvarianten, die Grenzen zwischen Renn-und Straßeneinsatz waren fließend. Die Philosophie vom alles beherrschenden Motor muss Enzo Ferrari später von Jano übernommen haben. Er ließ erstmals einen Reihenachtzylinder aus Alu und in zwei Vierzylinderblöcken mit geteilter Kurbelwelle bauen, deren zwei Mittelzahnräder zum Antrieb der beiden Nockenwellen und des Rootes Kompressors benutzt wurden.

Das Prinzip kupferte er von einem Salmson Grand Prix-Motor ab. Der 180 PS Bolide ist italienische Rennwagenbaukunst in höchster Vollendung. Mit ihm die Ennstal-Classic zu fahren verlangt vom Piloten einen unerhörten physischen Einsatz.

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