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Dieter Quester: Der alte Mann und das „Mehr“

Er fuhr mehr 24 Stunden Rennen als jeder andere Pilot, er hat mehr Ehrgeiz und mehr Leidenschaft, er hat mehr Rennen als jeder andere am Tacho und hatte mehr Co-Piloten und Rennautos als jeder andere.

Jetzt wurde er 80 Jahre alt und das passt ihm gar nicht. Diese Zahl möchte er nicht hören, am liebsten aus seinem Gedächtnis streichen. Längst hat sich Dieter Quester eine Eintragung ins Guinness Book of Records verdient. Bereits 1959 und 1962 war er Motorboot Europameister. 1968, 69, 77 und 83 war er Tourenwagen-Europameister auf BMW. Er siegte in Le Mans, am Nürburgring, in Aspern und Macao, in Monza, in Spa und Riverside.

Niemand fuhr mehr Rennserien als er: Formel 2, IMSA, ALMS, US-Sportscar-Championship, FIA-GT, Procar und DTM. 1972 wurde er hinter Reutemann-Peterson Dritter in der F2 EM. Er hatte Teamkollegen wie Didier Pironi, Henry Pescarolo, Stefan Bellof, Christian Danner, Hans-Joachim Stuck, Derek Bell, Hubert Hahne, Manfred Winkelhock und Gerhard Berger, und er besiegte einen Clay Regazzoni, Jochen Rindt und Niki Lauda. Der 1939 geborene Wiener - der 1974 am Österreichring seinen ersten und einzigen Formel 1 Grand-Prix fuhr - fährt immer noch, denn Motorsport ist sein Leben.

Mit seinem BMW 328, der von Christian Nell in einem sagenhaft perfekten Zustand restauriert wurde, nimmt er die Ennstal unter die Räder, am Nebensitz wie immer Anja Schiemann als Navigatorin.


2019_Dieter Quester