Offizielle Fotoseite der Ennstal-Classic:  (© Ennstal Classic)
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Ich war gefasst auf das Ende!

Helmut Zwickl sprach mit Fritz Radinger, der zusammen mit Thomas Wagner die Ennstal-Classic zum dritten Mal gewann.

Welcher Eurer drei Ennstal-Siege war am schwierigsten?

R: Ich hab das Gefühl, dass es von Jahr zu Jahr schwieriger wird, heuer hatten wir ja die große Hitze, die besonders meinem Mini massiv zugesetzt hat. Was wir im Vorfeld versucht haben zu verhindern. Aber die Hitze war so brutal.

Euer Sieg hing an einem Faden...

R: Deshalb, weil offensichtlich das Getriebe begonnen hat sich zu verabschieden. Die Erste ging nicht mehr rein. Wir hatten Späne in der Ölwanne die dann in den Ölkreislauf kamen, dadurch wurde der Öldruck immer weniger. Gottseidank hat der Motor durchgehalten. Ich musste am Samstag am Stoderzinken die Drehzahl hochhalten, der Huber Robert hat gesagt: „Schau, dass die Drehzahl nicht unter 4000 abfällt, sonst bleibst stehen“. Was wieder zu thermischen Problemen geführt hat. Ich war gefasst auf das Ende.

Welcher Deiner drei Ennstal-Siege war der Schwierigste?


R: Sicher der heurige, der Dritte. Die anderen beiden waren vom Wetter her einfacher. Von der Streckenführung her war es sehr selektiv, die Veranstalter lassen sich immer was einfallen, dass uns nicht fad wird.

Aber die Schnitte wurden in den letzten Jahren gesenkt...

R: Uns beeinflusst das schon. Die 40er Schnitte heuer waren ungewohnt, auch für die Getriebeabstufung. Das mussten wir trainieren. Aber es ist mir zu langsam. Der 40er Schnitt, und das besagen auch meine Konkurrenten, ist für die Epoche IV zu langsam. Man hat genug Zeit alles zu sehen, vor allem die Transponderschleifen. Das ist mir zu 85% gelungen. Das wiederum führt letztlich dazu, dass das Feld zusammenwächst, man braucht sich ja nur die Unterschiede bei den Punkten anzuschauen.

Was macht ihr besser als die anderen?

R: Wir versuchen keine Ausreißer zu produzieren. Also Prüfungen zu absolvieren, dass Du plötzlich nirgendwo 400 Punkte aufreißt. Unsere schlechteste Prüfung war eine Abweichung von 1,5 Sekunden. Unsere Stärke ist, dass wir sehr konzentriert fahren.

Foto: (c) Ennstal-Classic | Ondréj Kroutil

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