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Nachruf: Alfred Jodl

Von Enrico Falchetto
Jetzt ist Corona greifbar geworden für uns. Ob „an“ oder „mit“, ist im Grunde egal – das heimtückische Virus hat uns unseren Freund Alfred Jodl genommen. Getroffen habe ich ihn das letzte Mal Anfang Dezember beim großen Jubiläumsfest von Franz Steinbacher in Wien. Ehrensache, dass er mit seiner Lieben aus Vöcklabruck zu diesem Abend angereist war. Und Alfred war wie immer: gut gelaunt, geradezu aufgedreht. Und immer wieder dieser ansteckende Lacher.  

Der kleine Oberösterreicher war ein Großer in der Oldtimer-Szene und er war ein Mann mit einem großen Herz. Selbst durch viel Fleiß zu einem kleinen Vermögen gekommen, half er immer wieder jenen, die nicht so viel Glück hatten im Leben.  

Veranstalter von Oldtimer-Events und -Messen liebten Alfred. Immer wieder brachte er die feinsten Fahrzeuge, nicht nur jene seiner Herzensmarke Abarth. Er organisierte Stände auf Classic Car Shows und war sich nie zu schade, selbst mitanzupacken. Stets war er dabei unkompliziert, zuverlässig und ideenreich – erinnern wir uns doch nur an den schönen Skorpion-Stand bei der Classic Expo in Salzburg. Und natürlich an seine vierrädrigen Mitbringsel für die Racecar Trophy im Ennstal – zuletzt stilgerecht transportiert auf einem historischen Abarth-Transporter.

Kennengelernt habe ich Alfred über meine Freundin Heike beim Rossfeldrennen vor ein paar Jahren – „Ich muss Dir unbedingt den Alfred vorstellen. Den wirst Du mögen.“ Ja, man musste ihn mögen. Der stets bescheidene Lebemann steckte alle mit seiner Leidenschaft für die Oldtimerei an, lies jeden teilnehmen an seinem Enthusiasmus. Die Lebensfreude des Jodl war ansteckend, umso mehr schmerzt jetzt, dass er nicht mehr bei uns ist. Wir trauern mit seiner Frau und seinen Kindern, sie tragen den größten Schmerz, weil sie diesen Sonnenschein am innigsten erleben durften.

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