Highlight bei der Racecar-Trophy: CanAm-McLaren mit schlichten 800PS:  (© Ennstal-Classic)
 

Highlight bei der Racecar-Trophy:
CanAm-McLaren mit schlichten 800PS

Schon vor zwei Jahren war Harry Read aus Aachen bei der Racecar-Trophy eine Attraktion.

Heuer nimmt er uns mit seinem McLaren M8C (8.8 Liter Hubraum, 800 PS) wieder in den Canadian-American Cup mit, das war in den Jahren 1966 bis 1974 die spektakulärste Rennserie der Welt. Der jahrelange Erfolg lag an der Formel selbst,

die sich am Gruppe-7 FIA-Reglement der zweisitzigen Rennwagen orientierte, das den Konstrukteuren große Freiheiten gab.

Gleich die erste Cup-Serie im Jahr 1966 wurde von John Surtees auf Lola  gewonnen. Ab 1967 dominierte McLaren mit Bruce McLaren und Denny Hulme. Sie gewannen den Bewerb 1967, 68 und 69. 1970 wurde Denny Hulme Sieger, mit Peter Revson gewann 1971 wieder ein McLaren-Pilot. Ab 1972 dominierte Porsche dermaßen, dass sich McLaren zurückzog. Für Kunden ließ McLaren bei der Firma Trojan jeweils Kopien von den Siegerfahrzeugen bauen, die man käuflich erwerben konnte.  Harry Read bringt ein solches Kundenauto, einen McLaren-M8C mit dem monströsen Hubraum von 8.8 Litern an den Start der Racecar-Trophy. Mit diesem Boliden wurde der Kanadier John Cordt 1971 in Mosport Fünfter, in Watkins Glen Zwölfter und in Edmonton Sechster. Harry Read ist der Prototyp eines Privatfahrers, der der sagenhaften Power mit großer Disziplin begegnet. Sein herrlicher Ausspruch sagt alles:  „Du darfst nicht glauben, dass Du dir dieses Auto zum Freund machen kannst...“