Radinger / Wagner bauen Führung aus, Racecar Spitzenplätze für Thoms/Thoms, Falchetto/Falk und Johannes Huber.
Nach einem Marathon bei traumhaftem Sommerwetter finden sich vor dem Tag des großen Finale wieder die bekannten Teams in den Top-Ten der Ennstal-Classic 2022 ein. Neben den Führenden Friedrich Radinger / Thomas Wagner auf Mini 1275 GT, die ihren Vorsprung auf das zweite Mini-Team Klackl/Kovacic-Klackl bei knapp 300 Punkten halten konnten. Überraschend auf Platz eingereiht hat sich am Nachmittag das Team Florian und Dieter Böhmdorfer auf Mercedes-Benz 350 SLC, gleich dahinter folgen die Ennstal-Sieger von 2012, Helmut Schramke und Peter Umfahrer auf Jaguar XK 150. Auch die bekannten Teams Volk, Ulm/Soucek sowie Margarita und Magdalena finden sich erwartungsgemäß in den Top Ten ein. Vieles ist noch offen vor dem Grand Prix in Gröbming, man darf gespannt bleiben (alle Ergebnisse finden sich hier).

Die Racecar-Trophy, zunächst mit Bergwertung auf die Tauplitzalm, dann im klassischen Vintage-Flugplatzrennen in Niederöblarn, bot den Zusehern historischen Motorsport in allen Facetten. Bei brütender Hitze und griffigem Asphalt duellierten sich Supercars mit Formelautos, Rallye-Größen mit Sportcoupés. Die Supercar-Klasse gewinnen weiterhin Heiko und Reiko Thoms auf Porsche 911 GT3 RS. In Rallye Cars & GT führen Enrico Falchetto und Heike Falk auf Renault 5 Turbo2. Bei den Formelautos liegt Johannes Huber auf KMW Porsche SP20 (1971) vor Rudi Roubinek auf Fiat-Abarth Formula 2000 (1980) und Evita Stadler auf Formel Ford 1600 Hawke DL2 (1969). Alle Racecar-Ergebnisse finden sich hier.



Die VW-SP in Liezen brachte tatsächlich ein Treffen mit den Harteisen-Bikern der Harley Davidson Charity Tour unter der Führung von Harley-Papst Ferdinand Fischer, Mariazell, Lunz und Steyr fanden wir gewohnt unter regstem Zuseher-Zulauf statt. Und trotz den Nachwehen eines Marathons in den Knochen ließ keiner der Teilnehmer die traditionelle Porsche-Night im Classic-Zelt Gröbming aus.
Historie trifft Innovation: Porsche im Fokus der Ennstal-Classic
Während Wolfgang Porsche live von einschneidenden Ereignissen an der Firmenspitze berichten konnte, blieb das Gesprächsthema bei der Ennstal-Classic den historischen Automobilen vorbehalten. Für Porsche Österreich Markenleiter Helmut Eggert, der heuer zum 20. Mal teilnimmt und gemeinsam mit Konzernsprecher Hans-Peter Schützinger einen ehemaligen Gendarmerie-Porsche 356 SC Cabrio pilotiert, vereinen sich bei Porsche Tradition und Innovation: „Schon der 356er stand für Leichtbau und Spitzenleistung, heute zeigt der vollelektrische Taycan mit 800-Volt-Technologie, wie technisch Machbares umgesetzt wird.“


Uhrenkunst trifft Rennsport: Porsche Design Grand Prix
Gerhard Novak, General Manager Timepieces der Porsche Lifestyle Group und „Host“ des Porsche Design Grand Prix, betont die Verbindung zwischen Uhren- und Autofans: „Sowohl bei Rennautos als auch bei Alltagsautos geht es um Funktionalität, robuste Technik und Design. Was einst Form follows Function war, zeigt sich heute in historischen, schönen Formen – etwa beim neuaufgelegten Chronograph 1 von 1972.“
Teure Autos, teure Uhren: Ist der Hedonismus dieser Produkte heute nicht ein wenig aus der Zeit gefallen? Gerhard Novak: „Die Nachfrage nach hochwertigen Produkten mit einer gewissen, historischen Geschichte und Tradition ist heute so groß wie nie zuvor. Der Trend geht eindeutig hin zu hochwertigen, mechanischen Uhren. Ob das hedonistisch und damit gut oder schlecht ist, diese Frage müssen wir uns Gott sei Dank nicht stellen. Wir bauen gerade zum dritten Mal unsere Manufaktur aus, und das ist sicherlich gut so.“

Das große Finale am Samstag, 23. Juli, startet um 07:15 mit der Hatz auf den Stoderzinken. Ab 10:30 gehört die Hauptstraße in Gröbming der Vorstellung „Als die Autos laufen lernten“ von Fahr(t)raum und einer Autogrammstunde mit Porsche-Promis Ricky Müller, Strietzel Stuck und Richard Lietz. Um 12:30 beginnt das Warm-Up zum Porsche Design Grand Prix, der um 13:00 startet. Ab 13:30 folgt das große Finale an der Startrampe, gekrönt von der „Flower-Ceremony“ und Siegerehrung gegen 15:45.

