Die Ennstal-Classic gedeiht prächtig, mitten in ihrem vierten Jahrzehnt und das Garagengold im Starterfeld wird von Jahr zu Jahr wertvoller. Was vielleicht auch daran liegt, dass die Fahrzeuge mit den traditionell geringsten Startnummern durch den Lauf der Zeiten ganz von selbst dreistellige Alters-Angaben hervorbringen.

Legendärer Bentley 3/4.5 Litre und sein Le-Mans-Erbe
Als da wäre zum Beispiel die Startnummer 1. Ein Bentley 3 / 4,5 Liter (Chassis-Nummer 687) des Baujahres 1924. Ein Bugatti Type 30 wird mit der Startnummer 2 ins Rennen gehen. Das Fahrzeug hat eine ausgeprägte Rennhistorie. Der Type 23 hatte einen kurzen Radstand, davon wurden nur 17 Exemplare gebaut. Dieses Modell stammt aus der Zeit, in der Ettore Bugatti und sein Sohn Jean das Unternehmen gemeinsam führten. Das Fahrzeug wurde ursprünglich von Omina in München ausgeliefert. Es ist dokumentiert, dass es an verschiedenen privaten Rennen teilgenommen hat. Später verschwand es nach Skandinavien. Ende der 1960er-Jahre kehrte es über Helmut Feierabend nach Deutschland zurück. Der Bugatti 30 setzte Maßstäbe als erster Bugatti mit Vierradbremsen. Ab diesem Modell wurden ausschließlich von Bugatti gefertigte Teile verwendet, bis hin zur kleinsten Schraube.
Den Bentley mit der Startnummer 1 bei der Ennstal-Classic fährt das Ennstal-erprobte Duo Hermann und Joseph Jöbstl.

Vorkriegs-Ikonen und historische Rennlegenden bei der Ennstal-Classic
Gleich mit Startnummer 2 geht ein Bugatti des Typs 30 ins Rennen. Ebenfalls ein Fahrzeug mit Renngeschichte, wie am kurzen Chassis des Typs 23 erkennbar ist (in dieser Konfiguration wurden nur 17 Stück gebaut), das Modell stammt aus der Phase des Unternehmens, in dem Ettore Bugatti und sein Sohn Jean gemeinsam die Firma leiteten. Zunächst von Omina in München ausgeliefert ist ein Renneinsatz des nämlichen Autos bei diversen Privatrennen verbrieft, dann tauchte es in Skandinavien ab, bis es Ende der 1960er Jahre über Helmut Feierabend zurück nach Deutschland kam. Der Bugatti 30 setzte insofern Maßstäbe, als er der erste Bugatti mit Vierrad-Bremse war, außerdem wurden ab diesem Modell ausschließlich Teile und Gewerke bis hin zur kleinsten Schraube verwendet, die von Bugatti selbst hergestellt wurden. Im Ennstal wird das Auto von Walter Rothlauf und Michael Schineis artgerecht bewegt.
schließlich,
die Startnummer 3 gehört schließlich dem Vater-Sohn-Team Lach auf einem Bentley 3 Liter Speed Model aus dem Jahr 1923! Jonas ist der erfolgreiche Classic Car Influencer Jonny’s Garage.
Die Startnummer 6 wird von genauso einem Auto wie dem Siegerwagen der Mille von 1930 bekleidet. Dieses Auto belegte zwei Jahre später, also bei der Mille Miglia 1932 mit Giovanni Cortese am Steuer den 10. Platz, bei der Targa Florio 1935 prügelte der wilde Italiener den Alfa auf den 7. Gesamtrang. Bei der Ennstal-Classic werden Marco Marani und Luca Bergamaschi dieses Auto an den Start bringen.
Weitere Highlights der Vorkriegs-Klasse. Ein Sunbeam GP-Wagen von 1932 (am Steuer: Johann und Gabi Kofler), vier BMW 328, deren einer traditionell von Dieter Quester und Otmar Schlager pilotiert wird. Zwei Jaguar SS 100 (1938) starten ebenso wie ein Buick, ein Auburn, ein GAZ Wolga oder ein AFM Typ 47 mit Roland Landerl und Marcel Amrhein am Steuer.
Die Ennstal-Classic wird ein wahres Fest für Oldtimerfreunde. Alle Informationen finden Sie auf www.ennstal-classic.at und auf unseren Social Media Kanälen.
