Skip to content

PLANAI-CLASSIC 2026, Tag 2: Alfistisisters Voglar in Führung.

Der Winter hat die 29. Planai-Classic fest im Griff, sehr zur Freude der Teilnehmer. Nach Tag 2 liegen Margarita und Magdalena Voglar auf Alfa Romeo Giulia TI solide in Führung.

Wollen wir kurz in die Welt der Göttergeschichten abdriften? Möglicherweise hat man Helmut Zwickl, Mitgründer und Spiritus Rector von Ennstal- und Planai-Classic, irgendwo da oben zum Jahreswechsel gefragt, was er sich denn für seinen ersten Winter abseits irdischer Gefilde so wünscht. Dann war seine Antwort offenbar: „Schnee bei der Planai-Classic!“

Nach eher durchwachsenen Jahren, was die Schneelage in den Tälern betrifft, übertrifft die 29. Ausgabe der legendären Oldtimer-Rallye, die alljährlich die Klassiker-Saison einläutet, puncto Wetterbedingungen alle Erwartungen. „Keiner hat mir geglaubt!“ gab sich Gröbmings Bürgermeister im Schneetreiben auf der Trabrennbahn Thomas Reingruber meteorologisch selbstbewußt, weil er genau dieses voraussagte, während Veranstalter wie Teilnehmer skeptisch blieben. Pessimistisch, diesfalls: Während in Wien nämlich bei drei Stäubchen Schnee auf der Straße schnell Stillstand in Bezug auf jegliche Art von Autoverkehr einkehrt, blüht derselbe – so es sich um historische Autos handelt – im Ennstal erst so richtig auf.

Pünktlich zum Start des Dachsteinprolog am Donnerstag abend kam der Schneefall, um zu bleiben und zum Ende des zweiten Tages, der in den legendären Runden um die Gröbminger Trabrennbahn mit Skijöring und vollem Programm seinen Höhepunkt fand, sind Landschaft und Routen vollends in tiefes Weiß getaucht. Vor allem die Vorkriegsfahrzeuge stellt derlei auf die Probe – und bereitete deren recht ungeschützt in den Cockpits sitzenden Piloten riesige Freude, wie ihr „Sprachrohr“, Planai-Routinier Jonas „Jonnys Garage“ Lach zu Protokoll gibt.

Zwei Bentleys, drei Bugatti, ein Austin Seven Ulster Special, ein Sunbeam Supersport, ein Delage und ein Frazer Nash: insgesamt neun Autos mit Baujahren vor 1940 führen das Starterfeld an, das mit 65 Autos zahlenmäßig Planai-Rekord bedeutet. Auch die sportliche Komponente wird vom Wetter klarerweise auf die Probe gestellt. Der zweite Run auf den Dachstein war von rutschiger Fahrbahn geprägt, die Verbindungsetappen von fröhlichem Belagsraten (Eis auch, oder nur Schnee?) und die Sonderprüfung am Flughafen Niederöblarn fiel den widrigen Wetterbedingungen aus Sicherheitsgründen gar komplett zum Opfer.

Wie stehts also nach Tag 2? Fritz und Karin Müller auf ihrem Langstrecken-Escort mussten Platz 1 an die Zweiten von gestern, die Alfistisisters Margarita und Magdalena Voglar (Alfa Giulia TI von 1965) abgeben und sind auf Platz 4 zurückgefallen. Dafür haben sich Günter Schwarzbauer und Erich Hemmelmayer auf Datsun 240 Z von 1972 auf Platz 2 gesetzt. Das Führungstrio komplett machen die Ennstal- und Planai-Routiniers Walther und Birgit Wawronek auf Porsche 914/6. Das Klassement nach Tag 2 nebst aller Ergebnisse finden Sie HIER.

Mit einem doch bemerkenswerten Vorsprung ausgestattet gehen die souveränen und beliebten Geschwister also mit ziemlichem Zug aufs Siegestor in Tag 3 der Planai-Classic 2026, die einmal noch in Niederöblarn (diesmal hoffentlich gewertet!) startet und mit der Auffahrt auf die Planai ihr traditionelles Ende findet.

Mehr Fotos vom Event finden sich HIER.